April 21

SALT!!* Kochsendungen & wer was wie kochen darf

*Das erste Wort des Titels spielt an auf die Titelmelodie der Kochclips von Isa Chandra Moskowitz („Salt“ von Kelley Deal).

Eine meiner großen Fernsehschwächen ist eine große Begeisterung für Kochsendungen. Ich kann es nicht erklären, aber anderen Menschen beim Kochen zuzusehen und dabei selbst auf dem Sofa zu sitzen, beruhigt mich. Oft über Stunden hinweg. Seit mein Fernseher seit kurzem nicht mehr nur die herkömmlichen, sondern auch viele Programme aus England und US-Amerika zeigt, schaue ich noch viel mehr Kochshows als zuvor.

Das deutsche Fernsehen konnte mich auch hier nie so richtig überzeugen, obwohl ich mir viel Mühe gegeben habe, Kochsendungen zu testen. Alle deutschen Kochduelle und sonstige Kochwettbewerbe machen mir kaum Spaß, und auch die biederen Versuche, Pfiff und Kreativität in deutsche Kochsendungen zu bringen, sind meist nur schrecklich peinlich (auf Anfrage nenne ich gern auch konkrete Beispiele). Die Moderator_innen scheinen hier kaum Interesse zu haben, ihre Gäste (eigentlich ja die Stars der Sendung) überhaupt zu Worte kommen zu lassen. Natürlich hat es das deutsche Fernsehen bei mir generell schwer, schon allein wegen der traditionell geringen Qualität und so weiter.

Hin und wieder jedoch schaue ich mir beim beiläufigen Durchzappen „Die Küchenchefs“ (bzw. früher „Die Kochprofis“) an. Eine Sendung mit 2-3 wechselnden, berühmten Köchen, die in schlecht laufende Restaurants kommen, um den Betrieb doch noch zu retten. Ich bin zumindest immer gespannt, welches verrückte Bandshirt Olaf Plogstedt diesmal tragen wird, und außerdem hat Andreas Schweiger zeitweise die tollste Frisur überhaupt (die in meinem Spiegel nämlich auch oft zu sehen ist). Die Sendung ist nur durch Cis-Männer besetzt, und da Kochen von und für Männer natürlich prinzipiell immer ein wenig „getuned“ werden muss, damit es auch wirklich cool ist und auch so richtig hart und roh wirkt, kommt das Showdesign in rot-schwarz oder in metallic blau daher, und die Teaser werden mit schwarzer Kochkleidung, riesigen Messern oder mindestens mit Flammen und harten Gitarrenriffs im Hintergrund aufgemotzt. Ich frage mich ja manchmal, ob das absichtlich so übersteigert ist und selbstironisch sein soll oder ob der Auftritt ernst gemeint ist.


Clip: Die Küchenchefs mit Trailer

Das Pendant bzw. eine Vorbildsendung von den „Küchenchefs“ ist sicherlich „Kitchen Nightmares“ mit dem teilweise sehr fiesen Koch Gordon Ramsay aus Groß Britannien, der die Restaurantbesitzer_innen gern mal zusammenschreit oder mit irrem Blick und drohendem Zeigefinger beleidigt. Aber es gibt noch mehr tolle englischsprachige Kochshows in meinem Fernsehprogramm. Fast alle ihre Protagonist_innen sind Profiköch_innen und schon lange im Fernsehen und meist auch als Autor_innen von Kochbüchern unterwegs.

Exotische Länder

Am bekanntesten sind vermutlich Kochsendungen, die sich mit anderen, teilweise fernen Ländern beschäftigen. Rick Stein ist z. B. in einer Sendung in Ländern Asiens unterwegs und in einer weiteren Sendung in Spanien. Al Brown reist mit seinem alten Pickup Truck durch Neuseeland und kocht mit den Lebensmitteln, die ihm quasi vor die Füße fallen. James Martin aus Groß Britannien wiederum ist mit einer Sendung rund ums Mittelmeer unterwegs und zeigt entsprechend mediterrane Gerichte. In Groß Britannien ist er eher für schnelles und einfaches britisches Essen oder auch für Nachspeisen bekannt (der tollste Titel von ihm ist „United Cakes of America“). In seiner Mittelmeersendung bereitet er das Essen oft auf einem Bootsdeck zu. Das ist übrigens ein weit verbreiteter Spleen: das Kochen in der Natur! Besonders Köch_innen, die sich den Rezepten aus Skandinavien, Grönland und so weiter („Arctic Cuisine“) widmen, haben meist ihre „Outdoor Kitchen“ dabei. Volunder Volundarson („Volli“) reist und kocht in Island (Zitat: „ein magischer Ort“). Mit Kopftuch und „Norwegerpulli“ bekleidet erklimmt er die höchsten Berge und fischt in den kältesten Meeren. Locker aus der Hand flambiert er dann auf Deck den gefangenen Fisch. Diese Sendung wird vermutlich nur noch von Chris Coubrough übertrumpft, dessen Kochshow in Grönland spielt. Er wandert über Gletscher, fährt auf Booten und sitzt am Ende des Tages mit einem Bierchen in der Hand in einer warmen Quelle. Zwischendurch werden noch verschiedene Extremsportarten ausprobiert oder auch auf Robbenjagd gegangen. Für die Zubereitung baut er sich aus Steinen einen Herd oder Ofen und bereitet das Essen direkt vor der beeindruckenden Gletscherkulisse zu. Dabei wird er als „Abenteurer“ und „Lebenskünstler“ angepriesen, als hätte er gerade eben höchstpersönlich Grönland entdeckt. Andreas Viestad kocht in der Sendung „Nordlichter“ skandinavisches Essen, vor allem Fisch. Neulich sah ich eine Folge, in der er aus einem alten Kühlschrank eine Räucherkammer gebaut und darin dann kleine Fische geräuchert hat. In der „Wildniss“ muss man(n) sich halt zu helfen wissen, da gibt’s ja offenbar sonst nichts.

Politisches Bewusstsein wecken

Wenn es um Fische geht, wird meist auch die Überfischung der Weltmeere thematisiert. Hugh Fearnley-Whittingstall hat z. B. mit „Fish Fight“ eine ganze Sendung bzw. Kampagne diesem Thema gewidmet und kämpft dort mit britischen Fischer_innen für und gegen europäische bzw. weltweite Gesetze oder diskutiert auch mal in Parlamenten über Fischfang. Auch mit seiner Sendung „Chicken Out!“, die sich der Zucht von Hühnern widmet, versucht er, bei seinen Zuschauer_innen ein kritisches Bewusstsein für die Nahrungsmittelproduktion zu wecken. Auch faszinierend in diesem Kontext: Die britische Sendung „Kill it, Cook it, Eat it“, in der Menschen Tiere töten und essen sollen, die sie vorher lebendig kennengelernt, gestreichelt und gefüttert haben. Sehr reißerisch aufgemacht, bleibt die Sendung allerdings meist ohne größeres Umdenken bei den Teilnehmer_innen. Zwischendurch ekeln sie sich vielleicht mal und diskutieren schräge Thesen, aber im Großen und Ganzen essen die Fleischesser_innen auch nach ihren Erlebnissen noch Fleisch und die Veganer_innen ernähren sich auch danach weiterhin vegan.


Clip: „Kill it, Cook it, Eat it“ mit Teil 1 der Burger-Episode

Schnell, einfach und natürlich

Es gibt eine große Gruppe von „back to the roots“ Köch_innen, die mit einfachen Zutaten und einfachen Rezepten versuchen, leckeres und meist auch gesundes Essen zuzubereiten. Nigel Slater kocht oft in seiner privaten, großen, hellen Küche, die einen Hinterausgang in den noch größeren Garten samt Gemüse- und Kräuterbeet hat. Er betont beim Kochen stets die Aromen, Kräuter und Gewürze in seinem Essen, die so sensationell und doch altbekannt sind. Jamie Oliver ist vermutlich mit am bekanntesten dafür, dass er seit einiger Zeit den britischen Schulküchen den Kampf angesagt hat und dort langfristig gesundes Essen einführen möchte. In seinen Kochsendungen geht es vor allem darum, nicht viel Zeit für das Kochen zu benötigen, daher auch seine 30-Minuten-Menüs. Sein Verhalten in der Küche wirkt oft kindlich mit viel Chaos, Kleckern und Finger ablecken. So wirklich gesund oder lecker finde ich seine Rezepte selten, nicht zuletzt weil er am Schluss immer alles in absurden Mengen an Olivenöl ertränkt. Aber das scheint wohl sein Markenzeichen zu sein. Ansonsten bringt er gern mal Mitglieder seiner Familie in die Sendung, z. B. um seine Großmutter zu einem traditionellen Weihnachtsrezept zu interviewen. Die irische Köchin Catherine Fulvio legt auch viel Wert auf ihre Familie und betont in ihrer Sendung, wie schön es ist, mit Ehemann und Kindern am Tisch gemeinsam zu essen, manchmal noch mit extra dazugebetenen Freund_innen. Passenderweise heißt ihre Sendung auch „Catherine’s Family Kitchen“. Meine Lieblings Köch_in aus der Gruppe „back to the roots“ ist definitiv die Amerikanerin Anne Burrell, deren Sendung auf deutsch „Edle Küche hausgemacht“ heißt, im Original „Secrets of a Restaurant Chef“. Ihr Motto ist: „Remember, you don’t have to be a restaurant chef to cook like one!” Sie spricht sehr leidenschaftlich über und mit ihrem Essen und nennt es während des Zubereitens „Baby“. Anschließend bezeichnet sie ihr Gemüse oder ein dutzend Mini-Schmorbraten als „girls“ oder „bad boys“ – wann sie welche Gender-Bezeichnung verwendet, habe ich bisher noch nicht so ganz durchschaut, schräg ist es auf jeden Fall. Ein Running-Gag und fast ein Drinking-Game in meinem Wohnzimmer ist, wie Anne Burrell eine „Prise Salz“ immer mit voller Hand aus dem Salztopf schöpft und zwar mehrmals pro Gericht. Es ist vorhersehbar, dass sie nach jedem Probieren ihres Essens behauptet, da fehle unbedingt noch ein „wenig“ Salz. Sie ist witzig, laut, chaotisch, aber professionell, ein wenig schräg, und es macht mir tatsächlich Spaß, ihr beim Kochen zuzusehen.


Clip: Anne Burrell mit Focaccia

Sicherlich ist es recht stereotyp, dass mit Anne Burrell ausgerechnet eine Frau* die sinnliche Herangehensweise ans Kochen hat und eine fast schon erotische Beziehung zu ihrem Essen performt. Catherine Fulvio als weitere Frau* betont das familiäre Zusammenkommen beim Essen, während Nigel Slater wie ein Künstler kreativ aus dem Vollen seines bunten Gartens schöpft und Jamie Oliver als kindhafter Rabauke durch die Küche toben darf.

Die Edelköche

Sehr betont wird bei einigen Köch_innen ihr exquisiter Ansatz und die erlesenen Zutaten der Gerichte, z. B. bei dem Autodidakten und inzwischen Sternekoch Raymond Blanc oder bei Emmy-Gewinner und auch Sternekoch Eric Ripert. Raymond Blanc betont das Lebendige seiner Kochweise und bezeichnet diese manchmal auch als „Alchemie“ (Vorgängerin von Chemie und Pharmakologie, die sich mit der Verwandlung von Stoffen beschäftigte und früher als hohe Kunst angesehen wurde). Der New Yorker Eric Ripert, der im deutschen Trailer als „Charmeur und Superstar“ bezeichnet wird, hat eine Sendung namens „Avec Eric – Feinste Genießerküche“, die mal in den USA spielt, mal in Italien, aber immer an Orten, an denen er feinste Zutaten sammelt und dies meist mitten in der Natur: auf dem Meer, in einer Imkerei oder auch inmitten einer Wildjagd. Während er dann beim Essen seiner Kreationen gezeigt wird, darf ein großes Glas Rotwein nicht fehlen, mit dem elegant auf das tote Wildschwein (oder so) angestoßen wird.

Boys will be boys?

Beim Thema „Fleisch“ schließt sich wieder der Kreis zu der großen Gruppe der männlichen Köche. In der Sendung „Zart & Saftig – die besten Fleischgerichte“ zeigt Adrian Richardson quälend viele Rezepte dazu, wie man die unterschiedlichsten Fleischsorten kochen, backen, braten, marinieren (und massieren!) kann. Er hat sogar ein Buch darüber geschrieben mit dem Namen: „Meat“.


Clip: Adrian Richardson mit Schweinchenrezept

Mindestens genauso männlich sind die „Hairy Bikers“ Dave Myers und Simon King, die mit ihren Motorrädern durch die Welt fahren, zwar keine ausgebildeten Köche sind, aber gutes Essen lieben. Da wird durchaus auch mal ein komplettes Essen für ein paar Stunden an den Motoren ihrer Bikes warmgehalten. Weil sie es können. Auch ganz klar Männersache, weil im Titel schon gesagt: „Boys Weekend – Kochen ist Männersache“. Bei dieser Sendung treffen sich der Brite Guy Mehigan, der Franzose Manu Miguel, der Spanier Miguel Maestre und der Australier Adrian Richardson (der von eben mit dem Fleischbuch) und verbringen zusammen ein Wochenende, an dem jeder von ihnen mal kochen darf – oder muss, weil er beim Pokern verloren hat. Am beliebtesten sind ein deftiges Katerfrühstück oder in Zeitung gegrillte Fische am Strand, am besten zuvor selbst mit Holzspeeren erlegt. Und wenn doch mal kein Bier sondern ein hübscher roter Cocktail serviert wird, muss danach dringend eine Verfolgungsjagd mit Holzknüppel am Strand folgen, eine wahnsinnig schnelle Fahrt mit einem Motorboot oder ein riesiges Feuer in der Wildnis.

Online Köch_innen

Zum Glück habe ich auch im Internet Lieblingsköch_innen, auf die ich ausweichen kann, wenn mein Fernseher doch mal nur unspannende Kochsendungen zeigt: allen voran Isa Chandra Moskowitz mit ihrer Website Post Punk Kitchen, die sich mit veganem Kochen und Backen beschäftigt. Ihre Videos sind kurz, witzig und kreativ und haben außerdem eine Titelmelodie von Kelley Deal (von der Band „The Breeders“). Und alles, was ich bisher von Isa nachgekocht habe, war für mich und alle Mitessenden großartig. Naja, abgesehen von den Rosmarin-Schokokeksen, dafür ist die Welt glaube ich noch nicht bereit, und ich war die einzige, die sie mochte:


Clip: Isa Chandra Moskowitz mit Rosemary Chocolate Chip Cookies

Abgesehen von veganen Rezepten habe ich eine ebenso nicht geheime Liebe für indisches Essen und bin Fan von Show Me The Curry, von denen es auch einen YouTube-Channel gibt. Dort kochen Hetal Jannu und Anuja Balasubramanian und zeigen oft einfache und immer leckere Rezepte. Mein indisches Lieblingsbrot ist schon ewig: Bhatura.


Clip: Show Me The Curry mit Bhatura

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März 3

Queer Television from 1990 until today

The following essay was presented during a lecture I gave in February 2014 at the Science Slam of the Institut für Kunstpädagogik, J.-W. Goethe-Universität Frankfurt am Main, Germany. Also the lecture can be viewed on Youtube, but only in German:

 

I have studied queer lifestyles for a while now, especially their portrayal on US American TV shows aired over the last 20 years (approx. 1990 until today).  You may want to ask, “But what does queer mean anyway?” And what about acronyms like LGBT or LGBTQIA or LGBTQQIAA?

LGBTQIA

Each character represents a word, while the term queer translates into two levels: on the one hand, it means everything non-heterosexual (gay, lesbian, etc), on the other hand, it is challenging heteronormativity, i.e. culturally constructed gender binary.

When looking at the big picture, the impression left by TV and TV shows seems to be positively satisfactory, one might be inclined to say: Great, so much has happened in the last 20 years on TV shows, so many identities have been portrayed!  But is this actually the case? Lesbians: Yes, they were portrayed. Gays: Yep. Bisexuals or Pansexuals: Yes. But how about other identities? Transgender and transsexual people, were hardly ever portrayed – In the last 20 years, there were one or two relevant transgender persons on TV shows.  As for queers, i.e. people who decline to be labelled – there was only one portrayed as well. No intersexuals were shown. And asexuals? Two.

But why start in 1990? Because at the beginning of the 1990s, TV started granting queer characters more presence and room. A popular example is the show Roseanne, where two characters were included, who had a real story to tell.

Over the last 20 years, many shows included queer characters, in fact, about 70 shows did.  I have chosen a few popular ones, you are probably familiar with at least one of them.

Kleine Serienauswahl

To reiterate: I have only examined relevant characters, and I have not researched every genre – I excluded cartoons, for example, kids TV, documentaries and reality TV. The shows I am discussing are strictly fictitious, depicting contemporary storylines, mainly of the comedy, drama, fantasy or medical sort.

Two shows shown stood out during the last 20 years, because they depicted queer characters almost exclusively. One was Queer as Folk, showing mostly gay characters. The other one was “The L-Word“, which portrayed mainly lesbian characters. I have included a (preliminary) statistic which illustrates the distribution of queer characters on TV shows in the last 20 years.

Statistik mit anstiegender Zahl queerer Figuren in TV-Serien

The total amount of TV shows broadcast on the respective channels is depicted in red, while shows actually including queer characters are shown in green. It is obvious that the amount of shows including gay characters was constantly increasing.

Queer as Folk and The L Word were not exclusively met with enthusiasm, they were also widely criticized: Queer as Folk, because the cast consisted of almost no people of color, but only white characters. Additionally, the show portrayed a huge number of sex scenes. Many viewers considered this too much. The L Word, on the other hand, was criticized for showing almost exclusively the upper-class rich and beautiful of Los Angeles – a concept hardly compatible with reality. However, it is noteworthy how  Queer as Folk broached the issues of heterosexism as well as queer subcultures for the very first time. The L Word was the first show to portray realistic lesbian sex and showing lesbian characters with their own identity and personality.  All criticism duly noted, these two factors have to be acknowledged.

But what were the topics shown on Queer as Folk and The L Word? II compiled a few examples: wage labor, discrimination of queer people, violence against queer people, criticism of nuclear families and monogamous relationships, criticism of stereotypes (We are all familiar with the depiction of gay men as extraordinarily “effeminate“, extremely sensitive, and exhibiting extremely expressive gestures and facial expressions.), drug use (not only in a critical manner, but also positive drug use), transgender, visible sexual queer action,  and social inequalities like homonegativity, racism, sexism, etc.  By the way: homonegativity is what most of us would call homophobia I – among others – think that  “Homophobia“ is a difficult term, especially because of the suffix “phobia“. Homophobia is essentially not a phobia.

LGBTQIA

Looking at the variety of topics, we probably would like all other shows depicting queer characters to pick them up and make the best of them.  But what was actually shown on all the others shows?  Well, mostly monogamous relationships, children and nuclear families, stereotypical characters, and: No sexual actions by queer characters are shown, and if they are, they are distinctly different from heterosexual actions.

Let me give you an example:  “Imagine two homosexuals.“ Most of you will have thought of two men. Hardly anyone will have thought of two women. It is this exact invisibility of lesbians which is obvious on queer shows.  There are twice as many cis-men than cis-women – not to mention the genderqueer or transgender people. “Cis“, by the way, is the opposite of “trans“, i. e. people born or categorized as a woman and identifying as such, too.

What do I have to expect when I turn on the TV and see queer characters?  If they are men*, they probably look like this:

Screenshot aus Desperate Housewives
Typical queer TV men*: White, lawyer & real estate agent, 1 child

Both are white, both have good jobs, a lot of money, and they are going to adopt a child at one point – or maybe more.

What about women* then?

Screenshot aus GleeTypical queer TV women*: PoC & white, lesbian & bisexual

They probably look a bit different: One of them is probably not white, and one of them is probably not a lesbian, but rather bisexual.  Bisexuality is a typically female phenomenon on TV.

Queer characters take over more and more TV shows. There is hardly any show which can afford not to cover queer characters, if only marginally.  What is the showrunners‘ policy then? Queers – if you can’t beat them… domesticate them. Tame them with well-paid jobs, in monogamous relationships, in nuclear families, sexless and stereotypical. Queer as Folk and The L Word have tried to deconstruct heteronormative structures. They showed violence against queer people, criticized monogamy. They showed that gender is not constitutional or god-given. Identity is not constitutional as well, it is culturally constructed. However, other shows have only picked up very little of these concepts. One could conclude the following: Queer characters? Yes, please. But only, if they’re harmless.

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März 3

queer_sehen von 1990 bis heute

Dies ist die Verschriftlichung meines Vortrags im Rahmen des Science Slams am 12. Februar 2014, veranstaltet vom Institut für Kunstpädagogik, J.-W. Goethe-Universität Frankfurt am Main. Der Vortrag ist hier als Videoclip zu sehen:

In der letzten Zeit habe ich mich mit queeren Lebensentwürfen beschäftigt, und zwar in US-amerikanischen Fernsehserien im Zeitraum der ungefähr letzten 20 Jahre (ca. 1990 bis heute). Jetzt fragt man sich möglicherweise: Was heißt denn „queer“ überhaupt? Oft sieht man auch so Abkürzungen wie LGBT oder LGBTQIA oder LGBTQQIAA.

LGBTQIA

Jeder Buchstabe steht für ein eigenes Wort. Der Begriff „Queer“ zielt dabei auf zwei Ebenen ab. Zum einen bedeutet er: alles, was nicht heterosexuell ist (schwul, lesbisch, usw.). Zum anderen ist queer aber auch eine Kampfansage gegen die Heteronormativität, also die kulturell konstruierte Zweigeschlechtlichkeit.

Wenn man sich das Bild so ansieht, könnte man sich erstmal freuen und sagen: Super, in den letzten 20 Jahren ist ja wahnsinnig viel passiert in den Fernsehserien, ganz viele Identitäten wurden dargestellt. Aber wie sieht es tatsächlich aus? Lesben: ja, wurden dargestellt. Schwule: auch. Bisexuelle oder Pansexuelle: ja, ebenso. Aber jetzt wird es schon etwas schwieriger: transgender, also transidente Menschen, wurden kaum dargestellt, es gab in den letzten 20 Jahren ein oder zwei transidente Person in den Fernsehserien. Queere, also Leute, die sich der Zuordnung entziehen, gab es ebenso nur eine Person. Intersexuelle Menschen gab es gar nicht. Und asexuelle Menschen: zwei.

Warum überhaupt 1990 bis heute? Weil es Anfang der 1990er Jahre anfing, dass queere Figuren überhaupt mehr Raum einnahmen. Zu nennen ist Roseanne, bei der zwei Charaktere aufgetaucht sind, die wirklich eine Geschichte zu erzählen hatten.

In den letzten 20 Jahren sind viele Serien gelaufen, in denen queere Charaktere auftauchten, es sind ungefähr 70. Ich habe ein paar herausgesucht, die relativ bekannt sind. Die eine oder der andere kennen davon sicherlich ein paar Serien.

Kleine Serienauswahl

Und wie gesagt: Ich habe wirklich nur Figuren untersucht, die auch von Relevanz sind. Ich habe mir auch nicht alle Genres angeschaut, z. B. habe ich mir keine Zeichentrickserien angeguckt, kein Kinderfernsehen, keine Dokumentationen und kein Reality-TV. Es sind ausschließlich Serien, die die fiktive Jetztzeit abbilden, das sind meist Comedy, Drama, Fantasy, Medical und so weiter.

In den letzten 20 Jahren gab es zwei Serien, die dadurch herausgestochen sind, dass sie fast nur Charaktere abgebildet haben, die queer sind. Das eine ist Queer as Folk, da gab es hauptsächlich schwule Charaktere. Das andere ist später The L Word, da gab es hauptsächlich lesbische Charaktere. Ich habe dazu eine kleine (vorläufige) Statistik mitgebracht, die die Verteilung der Serien der letzten 20 Jahre abbildet.

Statistik mit anstiegender Zahl queerer Figuren in TV-Serien

Die roten Balken sind alle Serien, die auf den untersuchten Sendern in den jeweiligen Jahren gelaufen sind, das grüne sind die Serien, in denen queere Charaktere zu finden sind. Hier sieht man ganz klar: Es gab einen ständigen Anstieg der Serien, die queere Figuren beinhalten.

Queer as Folk und The L Word haben natürlich nicht nur Begeisterung ausgelöst, sondern wurden auch stark kritisiert: Queer as Folk vor allem deshalb, weil fast nur weiße Charaktere abgebildet wurden, kaum People of Color, aber auch, weil in der Serie sehr viele Sexszenen dargestellt wurden. Das war für viele Menschen zu viel des Guten – oder des Schlechten, je nachdem, wie man es sieht. Bei The L Word wurde vor allem kritisiert, dass es hauptsächlich Los Angeles der Upper Class zeigt, also vor allem reiche, hübsche Menschen abbildet, was mit der Realität der meisten von uns nur wenig zu tun hat. Trotzdem muss man sagen, dass Queer as Folk zum ersten Mal Heterosexismus thematisiert hat und queere Subkultur. The L Word hat zum ersten Mal realistischen lesbischen Sex dargestellt und Lesben eine eigene Identität gegeben. Bei aller Kritik muss man das anerkennen.

Was gab es überhaupt für Themen bei Queer as Folk und The L Word? Ich habe einige zusammengestellt: Lohnarbeit, Diskriminierung von queeren Menschen, Gewalt gegen queere Menschen, Kritik an Kleinfamilien und an monogamen Beziehungen, Kritik an Stereotypen (Was wir wahrscheinlich alle kennen ist die Darstellung von Schwulen als übertrieben „unmännlich“, sehr sensibel sind, sehr expressive Gestiken und Mimiken haben.), Transidentität, Drogengebrauch (und zwar nicht nur kritisch, sondern auch positiver Gebrauch), sichtbare sexuelle queere Handlungen, aber auch soziale Ungleichheiten wie Homonegativität, Rassismus, Sexismus, und so weiter. Übrigens: Homonegativität ist das, was wir meist als Homophobie bezeichnen. Ich – und nicht nur ich – finde, dass „Homophobie“ ein schwieriger Begriff ist, allein wegen der Bezeichnung „Phobie“. Denn: Homophobie ist schließlich keine Angststörung.

LGBTQIA

Wenn wir uns nun die Fülle der Themen anschauen, wünschen wir uns vermutlich, dass alle anderen Serien, die auch Queere dargestellt haben, all das aufgegriffen und aus dem Vollen geschöpft haben. Aber was haben die anderen Serien tatsächlich dargestellt? Nun ja, vor allem monogame Beziehungen, Kinder und Kleinfamilien, stereotype Charaktere, und: Sexuelle Handlungen von queeren Charakteren werden nicht gezeigt oder wenn, dann sehr anders als heterosexuelle Handlungen. Es gibt dazu ein nettes Gedankenbeispiel: „Stellt euch mal zwei Homosexuelle vor.“ Die meisten denken an: Männer. Die wenigsten denken an Lesben. Und genau diese Unsichtbarkeit von Lesben kann man auch in den queeren Serien erkennen. Es gibt doppelt so viele Cis-Männer wie Cis-Frauen – ganz zu schweigen natürlich von genderqueeren oder transidenten Menschen. „Cis“ ist übrigens das Gegenteil von Trans, also Menschen, die z. B. als Frau geboren bzw. zugeordnet werden und sich auch als solche identifizieren.

Was erwartet mich, wenn ich den Fernseher anschalte und queere Figuren sehe? Wenn es Männer* sind, sehen sie wahrscheinlich so aus:

Screenshot aus Desperate Housewives

Sie sind beide weiß, sie haben beide gute Jobs, haben viel Geld, und früher oder später werden sie ein Kind adoptieren oder mehrere. Was erwartet mich bei Frauen*?

Screenshot aus Glee

Diese sehen etwas anders aus: Wahrscheinlich ist eine von ihnen nicht weiß, und wahrscheinlich ist eine von ihnen nicht lesbisch, sondern bisexuell. Bisexualität ist in Fernsehserien ein typisch weibliches Phänomen.

Queere Figuren erobern immer mehr Serien. Es gibt kaum eine Sendung, die es sich erlauben kann, keine queere Figur darzustellen, zumindest am Rande. Was ist dabei die Taktik der Macher_innen der Serien? Queers – if you can’t beat them… domesticate them. Zähme sie mit gutbezahlten jobs, in monogamen Beziehungen, in Kleinfamilien, sexlos und stereotyp. Queer as Folk und The L Word haben versucht, heteronormative Strukturen zu dekonstruieren. Sie haben Gewalt gegen queere Menschen thematisiert, Monogamie kritisiert. Sie haben gezeigt, dass Geschlecht nicht naturgegeben ist. Identitäten sind auch nicht naturgegeben, sie sind alle kulturell konstruiert. Allerdings haben die meisten anderen Serien von den genannten Ansätzen bisher recht wenig aufgenommen. Man könnte ein Fazit ziehen, das lautet: Queere Figuren? Ja, gern. Aber nur, wenn sie harmlos sind.

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März 2

What the hell happened? Pretty Little Liars Bullshit Bingo

Die Serie Pretty Little Liars ist eine ganz schwierige und zweischneidige Angelegenheit. Einerseits ist es eine typische Teenie-Serie mit hübschen (was die Norm dafür hält) Mädchen, inklusive Teenie-Dramen, Teenie-Boyfriends, Teenie-Diskussionen (puh) und High-School-Schauplätzen. Andererseits ist die Serie aber auch spannend, denn die romantischen Beziehungen und Affären der Mädchen bzw. jungen Frauen stehen kaum im Mittelpunkt. Auch wenn es immer wieder dramatisch ist, wenn sich eine der Hauptdarstellerinnen beziehungsmäßig trennt, nimmt das nie extrem viel Raum ein. Dann darf zwar, wie neulich (Folge 04×20) Aria nach einem Beziehungsdrama auch mal traurig auf dem Bett liegen während im Hintergrund Lily Lane „Nothin‘ But Trouble“ singt, aber dann war’s das auch schon wieder. Das Hauptthema der Serie ist ohnehin die fünfte Freundin Alison und ihr (angeblicher) Tod und die Suche danach, wer sie wohl umgebracht hat.

Auch wenn es also vor allem um die Freundschaft zwischen Aria, Emily, Hanna und Spencer geht sowie um ihre detektivische Arbeit in Bezug auf Alisons Verschwinden, ist ihre Freundschaft durch unterschiedliche Verwirrungen & Verstrickungen auch immer wieder bedroht. Entweder stehen Geheimnisse zwischen ihnen, oder Außenstehende versuchen, zu intrigieren, um Dinge zu erreichen, die für den_die Zuschauer_in erstmal nicht zu durchschauen sind. Das Schöne wiederum ist, dass die Vier aber immer wieder zueinander finden, Missverständnisse klären und sich für unsolidarisches Verhalten untereinander entschuldigen. Das lässt wohl auch so einiges normative Gerede vergessen: Lookism und besonders Fatphobia muss mensch in der Serie leider nicht lange suchen.

Anstrengend ist auch, das einige Handlungsstränge so vorhersehbar sind. Etwa wenn ein wichtiges Tagebuch einfach so auf dem Tisch in einer Waldhütte liegen gelassen wird und es in der nächsten Szene plötzlich verschwunden ist (na sowas!). Auch die oft sehr dramatischen Dialoge, die immer wieder ähnliche Phrasen verwenden, bringen mich manchmal an die Grenzen meiner Geduld. Zum Beispiel, wenn zum X-ten Mal darüber spekuliert wird, wer A (nicht) ist oder wenn mal wieder eine Verfolgungsjagd im Wald ansteht, plötzlich irgendwas raschelt und alle hochschrecken. Genau für solche Fälle habe ich ein PLL-Bullshit-Bingo entwickelt. Jede Folge der Serie bringt garantiert vier Treffer. Mindestens.

Pretty Little Liars Bullshit Bingo

Beschreibung des Fotos: „Pretty Little Liars Bullshit Bingo“: „What the hell happened?“ / „We have to go to the police!“ / „We can’t go to the police!“ / [some creepy noise] „Did you hear that??“ / „A was here!“ / „I don’t want to talk about it.“ / „Guys… [xxx] is gone!“ (like a book or a letter) / „Why didn’t you tell us??!“ / „I don’t think we should tell her before we are 100 % sure.“ / „I’m just trying to protect [xxx].“ (like a person or „my family“) / „I think [xxx] is A.“ / „I (don’t) think [xxx] is A.“ / „The door is locked!“ / „This doesn’t make sense!“ / „Telling them will only make it worse! / [desperate] „It’s been a long night, let’s go home.“

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Januar 14

Im nächsten Leben werd ich Astronautin

Das Anstrengendste an meiner Dr-Arbeit ist nicht etwa die Recherche, die Auswertung oder das Schreiben. Nein, das Schlimmste ist, wenn ich mit Personen, die nicht meinem direkten sozialen Umfeld entsprungen sind, über meine Diss rede. Ich überlege manchmal schon, mir einfach irgend einen Beruf auszudenken, den ich dann sage, vielleicht: „Ich bin Zahnarzttechnikerin.“ Das wäre so schön. Aber nein, ich sage meist die unschöne Wahrheit: „Ich schreibe gerade meine Dr-Arbeit.“ Meist wird dann interessiert gefragt, worüber ich denn schreibe. Und ich antworte: „Über amerikanische Fernsehserien. Ich untersuche, wie sich die queeren Charaktere in den letzten 20 Jahren verändert haben.“ (Manchmal erkläre ich noch das Wort „queer“, meist grob vereinfacht mit: „nicht-heterosexuell“.) Tja, und dann: All hell breaks loose! Zum Beispiel so:

Schnell über die eigene heterosexuelle Beziehung sprechen.
Er so: „Das ist ein tolles Thema! Meine Freundin guckt immer Shopping Queen!“
Oder auch sie so: „Oh! Ich hab meinem Freund ja neulich die ersten beiden Staffeln von Lost geschenkt.“
Was soll mir das sagen? „Ich bin übrigens heterosexuell“? Mir war auch nicht klar, dass die Erklärung meines Diss-Themas eine krasse sexuelle Anmache ist, die sofort abgeblockt werden muss. Ich untersuche übrigens weder Lost noch Shopping Queen. Obwohl ich Lost sehr mochte. Hilft das unserer Unterhaltung? Hm.

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Einfach mal wild Serien raten.
„Schreiben Sie auch über Dallas?“
Na klar. Ich weiß gar nicht, auf welche der zig queeren Charaktere in Dallas ich mich als erstes stürzen soll. Like not.

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Kann ja nicht sein!
„Na, da gibt’s ja gar keine, oder?!“
Nee, gar nicht. Ich schreib nämlich 250 Seiten über Dinge, die es gar nicht gibt! Weil ich es kann. Und wenn ich dann doch ein paar der Serien aufzähle, die ich untersuche, kommt meist sowas: „Die kenn ich gar nicht! Aber ich guck auch ganz selten nur Fernsehen.“ Jipp. Ich mache das jetzt auch immer so: Dingen, mit denen ich mich nie beschäftigt habe, sofort mal die Existenz absprechen.

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Nur die Norm ist objektiv.
„Ach spannend, aber kannst du als Betroffene überhaupt objektiv darüber schreiben?“
Nein nein, das können nur Heterosexuelle. Über Rassismus können auch nur Weiße wissenschaftlich schreiben, und über vegane Ernährung können nur Fleischesser_innen urteilen… Darf ich mich jetzt bitte schlimm über das Wort „Betroffene“ aufregen? Aber schön, dass Heterosexuelle offenbar nicht von „Gendernormen“ betroffen sind.

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Eine sexistische Anekdote ist doch nie verkehrt.
„Und haben Sie dafür auch Soziologie studiert? Ich hatte das in meiner Ausbildung, am schlimmsten war Statistik! Da saß ich als einziger Mann im Kurs mit 10 Frauen, denen ich das dann alles erklären musste.“
In welcher Welt freut sich denn eine queere Medienwissenschaftlerin über sexistische Allgemeinplätze?? Bei einigen dieser Geschichten glaube ich, dass die Leute mir eigentlich eine tolle genderrelevante Geschichte erzählen möchten, die aber leider so durchgeknallt weitergeht, dass ich nicht mal weiß, wo ich anfangen soll, um das alles zu dekonstruieren. Ich hab halt auch nicht so viel Zeit, und gleich läuft die Wiederholung von Buffy. Ich muss weg.

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Ist doch alles Pillepalle.
„Und was macht man dann damit?“
Wohl die beliebteste Frage an Leute, die studieren – vor allem, wenn es Fächer sind, denen nicht sofort ein entsprechender „realer“ Beruf zugeordnet werden kann. Gern auch mal so geäußert:
„Aber für das Berufsleben kannst du damit nichts anfangen, oder?“
Ich fang jetzt nicht mit Kritik an neoliberaler Verwertungslogik an, nein, nein. Ach, die Dr-Arbeit ist halt mein privates Vergnügen. Ich wollte 3 Jahre lang einfach mal sinnlosen Mist machen und nicht mehr dauernd vor Mittag aufstehen müssen.

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