queer_sehen

change of seasons

das schönste am herbst ist (abgesehen vielleicht von buntem laub, feuerzangenbowle, kuscheligen sofadecken und endlosem teetrinken), dass US-serien neu beginnen, bzw. die bereits bekannten in die jeweils neue season starten. ca 15 queere serien „muss“ ich ohnehin für meine diss gucken, aber es gibt auch generell ein paar nette serien, auf die ich mich freue.

fringe startet in die 5. und letzte staffel. die serie lebt vor allem über die figur walter (john noble), der wirklich großartig gespielt wird. natürlich mag ich auch die storyline, die oft an die X files erinnert, aber was die schauspieler_innen angeht, kann walter so schnell keine/r das wasser reichen. olivia (anna torv) finde ich zwar durchaus cool & tough, aber ihre charakterdarstellung ist nicht grad das erste, was mir in den sinn kommt, wenn ich an sie denke. und bei peter (joshua jackson) sehe ich einfach nur pacey aus dawsons creek, ich kann mir nicht helfen. das finale der letzten fringe-staffel war allerdings richtig krass. als walter am ende olivia in den kopf geschossen hat war ich ernsthaft schockiert. fast so sehr wie von ihrer anschließend verkündeten schwangerschaft.

haven ist super spannend. der sender hat angekündigt, in der jetzt beginnenden 3. staffel endlich mal antworten um die troubles und die hauptdarstellerin parker aka audrey (emily rose) zu geben. in deutschland lief glaube ich nur eine staffel der serie und auch nur spät abends. unfassbar.

once upon a time ist in die zweite staffel gestartet. die erste folge vor ein paar tagen hat natürlich gleich schön das vorübergehende beinahe-happy-end der letzten staffel zerstört und drama verbreitet. ganz große hoffnungen setze ich auf snow aka mary margaret (ginnifer goodwin), jetzt, da der fluch gebrochen ist und sie wieder die viel toughere snow ist – so zumindest meine theorie. emma (jennifer morrison) fand ich zu beginn der ersten staffel spannend, dann hat sie ziemlich nachgelassen. aber nun kann sie schließlich gar nicht anders, als an den zauber zu glauben, von daher gebe ich die hoffnung noch nicht auf. regina (lana parrilla) ist ungebrochen großartig, machtvoll furchteinflößend als the evil queen. von belle (emilie de ravin) möchte ich gern noch mehr sehen und glaube, der wunsch könnte mir tatsächlich erfüllt werden.

the vampire diaries, meine lieblings-teenie-serie zur zeit, neben glee. im finale der letzten staffel wurde elena (nina dobrev) tatsächlich in eine vampirin verwandelt, unglaublich. und ich kann mir nicht helfen, ich mag nina dobrev einfach gern. wenn man den twilight-vergleich ziehen möchte, wäre sie das gegenbeispiel zu bella (kristen stewart). elena ist selbständig, mutig, witzig, reflektiert und lässt sich – auch von ihrem vampire-boyfriend – nicht vorschreiben, was sie zu tun und zu lassen hat. ich bin gespannt, wie sich ihre rolle als vampirin entwickeln wird.

new girl ist einfach witzig. mich nervt zwar der hype um die hauptdarstellerin zooey deschanel ein wenig und das smurfette-principle ist auch nicht grad kreativ. aber die serie ist eine nette abwechslung, um sie mal eben nebenbei zu gucken. und: die witze nerven nicht (wie es zB bei 2 broke girls extrem der fall ist).

happy endings ist fast die einzige serie mit queeren hauptdarsteller_innen, auf die ich mich richtig freue. sie gehört auch zu den sitcoms, die man mal zwischendurch gucken kann ohne viel dabei nachzudenken. dafür ist sie aber richtig witzig, und hat es sogar schon geschafft, megan mullally (karen aus will & grace) auftreten und singen zu lassen!

glee! nach einer ziemlich schwachen dritten staffel hat mich glee neulich doch tatsächlich umgehauen. die breakup-folge war richtig dramatisch und hat mich tagelang gedanklich verfolgt, und ich weiß noch nicht wie ich das alles finden soll. ich hoffe, santana wird trotzdem auch weiterhin mitspielen, obwohl es eher nicht danach aussieht. sehr „hübsch“ gegendered waren die 4 break-ups auch: die schwulen trennen sich, weil blaine was mit einem anderen typen hatte (körperlich, sex). die lesben trennen sich, weil santana einen attraction-blick („energy exchange“, wtf?) hatte, zumindest war das der anlass (emotional, quasi gedanklich betrogen). und die beiden hetero-pärchen trennen sich vor allem, weil sie unterschiedliche lebensentwürfe haben (so richtig erwachsen mit blick in die zukunft). unabhängig davon nerven mich die beiden hetero-pärchen sowieso schon seit jahren, aber die werden bestimmt nicht aus der serie herausgeschrieben. ein elend.

die ganz neu beginnenden serien bleibt abzuwarten, revolution scheint ganz nett zu sein, aber da gabs schon in der 1. folge eine doofe pärchen-storyline, die mich gleich schon genervt hat. ich habe nicht generell was gegen hetero-pärchen, aber sie werden einfach so oft so schrecklich unkreativ dargestellt, und plötzlich dreht sich alles nur noch um die beziehung. anstrengend (in bezug auf revolution ist das bisher aber nur eine befürchtung). the new normal ist ganz nett, aber wieso ist das schwulenpärchen, david (justin bartha) und bryan (andrew rannells), schon wieder so stereotyp? gegen cameron (eric stonestreet) und mitchell (jesse tyler ferguson) aus modern family verlieren die beiden bisher total. partners ist noch eine neue serie mit schwulem hauptcharakter. obwohl ich michael urie in ugly betty total mochte, überzeugt er mich in partners bisher noch nicht. go on ist bisher die einzig neue serie, von der ich soweit ganz angetan bin. natürlich hatte ich auch echt niedrige erwartungen an die neue serie mit matthew perry. aber nicht nur die lesbische anwältin anne (julie white) wirkt spannend, die serie scheint auch sonst ganz witzig und intelligent gemacht zu sein.

es gibt natürlich noch einige andere serien, die ich vermutlich weiterhin gern gucken werde. aber sie sind ein wenig ins abseits geraten. revenge bleibt spannend, aber die storyline zwischen emily (emily vanCamp) & jack (nick wechsler) nervt mich inzwischen doch sehr. pluspunkt: noland (gabriel mann), einer der wenigen bi-/pansexuellen charaktere, die es im fernsehen überhaupt gibt und der übrigens sehr schön gespielt wird. bei supernatural bin ich noch unschlüssig. eigentlich bin ich eher skeptisch, wenn serien künstlich so sehr hinausgezögert werden. modern family macht auch spaß, ich fürchte aber, so langsam kommt die storyline nicht mehr so recht vorwärts.

2 Kommentare

    1. homeland hab ich nicht weitergeguckt, the walking dead muss ich überhaupt erstmal anfangen 😉 community, stimmt!! the middle guck ich (noch) nicht…

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